Unternehmer aufgepasst: Fristablauf 31. März nicht versäumen

 

 

Die monatlichen oder quartalsweisen Abgabe- und Zahlungspflichten für Umsatz-, Lohn-, Einkommen- oder Körperschaftsteuer sind den meisten Unternehmern bekannt. Doch es gibt noch andere Fristen, die man nicht verstreichen lassen sollte, denn es handelt sich dabei um Ausschlussfristen, die nicht verlängerbar sind. Ein wichtiges Datum ist dabei der 31. März. Da dieser 2019 auf einen Sonntag fällt, verlängert sich die Frist automatisch auf den nächsten Werktag, also auf den 1. April 2019.


Erlassantrag zur Grundsteuer für 2018 bis spätestens 1. April 2019 stellen
Konnte eine Immobilie im vergangenen Jahr (teilweise) nicht vermietet werden, so haben Immobilieneigentümer die Chance auf eine nachträgliche Minderung der Grundsteuer. Immobilienbesitzer können bei ihrer Gemeinde noch am 1. April 2019 fristgerecht einen Erlass der Grundsteuer für 2018 beantragen.

Voraussetzung ist, dass die eingeschränkte Nutzung unverschuldet war und es sich um einen strukturellen Leerstand handelt. Davon ist auszugehen, wenn die normalen Mieterträge um mehr als 50 % gemindert sind.

Die Grundsteuer wird dann pauschal in folgenden Höhen erlassen:

  • 25 %, wenn der normale Rohertrag um mehr als 50 % gemindert ist,
  • 50 %, wenn die Ertragsminderung 100 % beträgt.

Von einem unverschuldeten Leerstand bei Wohnungen und anderen Räumen kann ausgegangen werden, wenn der Vermieter sich in ortsüblicher Weise um deren Vermietung bemüht hat und im Mietangebot keine überhöhte Miete gefordert wurde.

Auch Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Eigentümer von eigengewerblich genutzten Räumen können den Antrag auf Erlass stellen. Voraussetzung ist hierbei, dass es nach den wirtschaftlichen Verhältnissen unbillig wäre, die Grundsteuer zu erheben. Aktuell werden die wirtschaftlichen Verhältnisse des Grundsteuerjahres 2018 berücksichtigt. Dabei kann z.B. ein negatives Betriebsergebnis infolge von Straßenbauarbeiten vor dem Geschäft eine Unbilligkeit begründen. Kein Erlass der Grundsteuer erfolgt dagegen bei unbebauten Grundstücken und bei kurzfristiger Ferienvermietung.


Noch bis 1. April freiwillige Beiträge für 2018 in die gesetzliche Rentenversicherung leisten

Unternehmer und selbständig tätige Freiberufler sind in der Regel nicht gesetzlich rentenversichert. Sie haben allerdings die Möglichkeit, sich freiwillig zu versichern. Das macht Sinn, wenn

  • die Wartezeit von 60 Monaten für den Erwerb von Rentenansprüchen noch nicht erfüllt ist,
  • der Schutz bei Erwerbsminderung erhalten bleiben soll oder
  • die Rente erhöht werden soll.

Die freiwillige Versicherung ist flexibel. Sie kann jederzeit unterbrochen oder beendet werden Ob monatlich oder jährlich, der Mindest-, Höchstbeitrag oder ein Beitrag dazwischen gezahlt wird, kann der Versicherte selbst bestimmen. Der monatliche Mindestbeitrag berechnet sich aus dem aktuellen Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung, bezogen auf 450 Euro. Es müssen also derzeit mindestens 83,70 Euro pro Monat gezahlt werden. Der maximale monatliche Beitrag basiert auf der Beitragsbemessungsgrenze, so dass für 2018 maximal 14.508 Euro (alte Bundesländer, 12 x 1.209 Euro) bzw. 12.936 Euro (neue Bundesländer;12 x 1.078 Euro) eingezahlt werden dürfen. Dies ist (rückwirkend für 2018) noch bis zum 1. April 2019 möglich. Der gezahlte Beitrag ist als Altersvorsorgeaufwand in 2019 zu 88 % steuerlich absetzbar.


Entgelte für Künstlersozialabgabe 2018 sind bis 31. März 2019 zu melden

Kaum ein Unternehmer denkt sofort an die Künstlersozialkasse, wenn er bei seinem selbständigen Grafiker neue Visitenkarten oder Briefbögen in Auftrag gibt oder einen Webdesigner mit der laufenden Anpassung seiner Website betraut? Doch genau das kann für die Künstlersozialabgabepflicht schon ausreichen, denn künstlersozialabgabepflichtig sind alle Unternehmer, die nicht nur gelegentlich künstlerische oder publizistische Werke nutzen und für ihr Unternehmen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Als nicht nur gelegentlich gilt dabei, wenn für Eigenwerbung oder Öffentlichkeitsarbeit Aufträge für insgesamt mehr als 450 Euro im Jahr erteilt werden. Einzige Ausnahme: Wer eine GmbH beauftragt, kann aufatmen, denn künstlersozialversicherungspflichtig sind nur natürliche Personen.

Die Künstlersozialabgabe bemisst sich nach den gezahlten Gagen, Honoraren und Nebenkosten. Für im Jahr 2018 gezahlte Entgelte betrug sie 4,2 % des Entgelts. Auch im Jahr 2019 bleibt dieser Prozentsatz unverändert.

Nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz sind die abgabepflichtigen Unternehmer verpflichtet, alle Zahlungen an die selbständigen Künstler sorgfältig aufzuzeichnen und für Prüfungszwecke der Künstlersozialkasse bzw. der Rentenversicherungsträger vorzuhalten. Darüber hinaus müssen sie bis zum 31. März 2019 der Künstlersozialkasse die Zahlungen an selbständige Künstler und Publizisten im Jahr 2018 eigenständig mitteilen. Wer seinen Meldepflichten nicht rechtzeitig nachkommt, wird von der Künstlersozialkasse geschätzt und die Künstlersozialabgabe kann grundsätzlich für die letzten vier Jahre nachgefordert werden. Daneben stellt die Verletzung der gesetzlichen Melde- und Aufzeichnungspflichten eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 EUR geahndet werden kann.

(Stand: 28.02.2019)

 

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