E-Mobilität ist nicht aufzuhalten

Neue steuerliche Erleichterungen in Sicht

 

Sie sind immer häufiger zu sehen: Stromtankstellen. Künftig werden sie aus dem urbanen Umfeld nicht mehr wegzudenken sein. Jedenfalls wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht. Diese hat erneut ein Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr beschlossen. Denn noch hat der Gesetzgeber sein Ziel nicht aufgegeben, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40 % zu senken.

Mit Umweltbonus bares Geld sparen

Da Elektrofahrzeuge deutlich mehr kosten als Fahrzeuge, die fossilen Kraftstoff tanken, gewährt der Staat seit diesem Jahr eine Kaufprämie (um die Kostenlücke zu schließen). Für ein reines Elektrofahrzeug gibt es 4.000 Euro Umweltbonus und für ein Hybridfahrzeug 3.000 Euro. Gefördert wird der Kauf wie auch das Leasing eines Fahrzeuges. Die Kaufprämie muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt werden. Auch der Ausbau der sogenannten Ladeinfrastruktur ist geplant. Mit 300 Millionen Euro will der Gesetzgeber 15.000 E-Tankstellen schaffen.

Zehn Jahre Kraftfahrzeugsteuerbefreiung

Selbst bei der Kraftfahrzeugsteuer tut sich etwas. Derzeit sind Elektrofahrzeuge für zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit, sofern das Fahrzeug bis Ende 2015 erstmals zugelassen wurde. Für ab dem 1. Januar 2016 erstmals zugelassene Fahrzeuge verringert sich die Steuerbefreiung auf fünf Jahre. Durch das neue Gesetz wird die Frist von fünf Jahren rückwirkend wieder auf zehn Jahre verlängert. Die Steuerbefreiung gilt nunmehr auch für Kraftfahrzeuge, die künftig erstmals zu einem Elektromobil umgerüstet werden.

Steuerliche Erleichterung bei Privatnutzungen

Wer ein betriebliches Elektrofahrzeug auch privat nutzt, erhält bereits seit 2013 steuerliche Erleichterungen. Für die Berechnung der Privatnutzung nach der 1 %-Methode (monatlich 1 % vom Bruttolistenpreis) wird der Bruttolistenpreis bei Hybridfahrzeugen durch pauschale Abschläge um bis zu 10.000 Euro gemindert. Die Höhe dieses Abschlages richtet sich nach dem Zeitpunkt der Anschaffung sowie nach der Kapazität der Batterie. Bei einer Anschaffung im Jahr 2016 beträgt der Abschlag beispielsweise 350 Euro je Kilowattstunde Batterieleistung, maximal 8.500 Euro. Durch das neue Gesetzt werden das elektrische Aufladen sowie die Nutzung einer betrieblichen Ladevorrichtung durch ein privates Elektro- oder Hybridfahrzeug im Betrieb des Arbeitgebers steuerfrei gestellt. Außerdem können die unentgeltliche oder verbilligte Übereignung einer Ladevorrichtung sowie Zuschüsse zu einer Ladevorrichtung pauschal mit 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag besteuert werden. Voraussetzung ist, dass die Vorteile zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Für Arbeitgeber, denen viel an der Umwelt liegt und die ihren Arbeitnehmern etwas Gutes tun wollen, könnte das steuerfreie Aufladen im Betrieb äußerst attraktiv sein.

Hinweis

Die ertragsteuerlichen Begünstigungen gelten allerdings erst ab 2017. Sie werden zunächst bis 2020 befristet.

(Stand: 30.11.2016)

 

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