Arbeitgeber müssen betriebliche Altersvorsorge bezuschussen

Sparvorteile bei Sozialversicherungsbeiträgen sind weiterzugeben

 

Arbeitgeber, die ihren Angestellten bei der finanziellen Absicherung im Alter unter die Arme greifen möchten, können nicht nur eine betriebliche Altersvorsorge anbieten, sondern sich auch daran beteiligen. Viele Unternehmen haben dies längst als Möglichkeit erkannt, Mitarbeiter längerfristig an sich zu binden. Zudem wird die betriebliche Altersvorsorge auch steuerlich gefördert.

Zuschusspflicht bei Entgeltumwandlungen beachten

Steuerlich gefördert werden zusätzliche Beiträge des Arbeitgebers sowie Beiträge aus Entgeltumwandlungen des Arbeitnehmers. Der Arbeitnehmer verzichtet dabei zugunsten einer betrieblichen Altersvorsorge auf Teile seines Gehalts. Lohnsteuer- und beitragspflichtig ist dann nur das verbleibende Entgelt. Damit spart nicht nur der Arbeitnehmer Lohnsteuer und Sozialbeiträge. Auch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung wird geringer. Diesen Vorteil muss der Arbeitgeber künftig an den Arbeitnehmer weitergeben. Für alle ab dem 1. Januar 2019 abgeschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarungen muss der Arbeitgeber einen Zuschuss in Höhe von 15 % der Entgeltumwandlung in den Altersvorsorgevertrag einzahlen. Für bis zum 31. Dezember 2018 geschlossene Vereinbarungen muss der Zuschuss erst ab 2022 gezahlt werden.

Spitzabrechnung nicht immer sinnvoll

Nach dem Wortlaut des Betriebsrentengesetzes ist der Zuschuss nur zu zahlen, soweit Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden. Für sozialversicherungsfreie Gesellschafter- Geschäftsführer einer GmbH müsste daher kein Zuschuss gezahlt werden. Auch für Arbeitnehmer, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze(n) umwandeln, könnte der Zuschuss auf die tatsächlich gesparten Sozialversicherungsbeiträge gedeckelt werden. Doch Vorsicht: Mit jeder Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze würde sich nicht nur die Höhe des Zuschusses ändern. Auch die Entgeltumwandlungsvereinbarungen müssten regelmäßig angepasst werden, um in den Vorsorgevertrag immer die vereinbarten gleichbleibenden Beiträge einzuzahlen. Der zusätzliche Aufwand für die Personalabteilung und die Lohnbuchhaltung wäre vermutlich unverhältnismäßig. Besser daher, den Zuschuss in
Höhe von 15 % der Entgeltumwandlung zu zahlen. Das spart Ärger und motiviert die Arbeitnehmer.

Beiträge steuerfrei einzahlen

Die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge sind steuerlich abziehbar und die bezogenen Renten oder Kapitalleistungen steuerpflichtig. Steuerfrei sind Beiträge bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze, sozialversicherungsfrei allerdings nur Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze. Im Jahr 2018 können 6.240 Euro (8 % von 78.000 Euro) steuerfrei eingezahlt werden, davon 3.120 Euro auch sozialversicherungsfrei. Im Jahr 2019 sind Beiträge bis zu 6.432 Euro steuerfrei, bis zu 3.216 Euro auch sozialversicherungsfrei. Förderfähig sind alle Arbeitnehmer in ihrem ersten Dienstverhältnis, auch beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH oder rentenversicherungspflichtige Mini-Jobber.

Hinweis

Arbeitgeber sind nach dem Betriebsrentengesetz verpflichtet, ihren Arbeitnehmern eine Entgeltumwandlung zugunsten einer betrieblichen Direktversicherung zu ermöglichen.

(Stand: 27.12.2018)

 

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