A1-Bescheinigung schützt vor doppelter BeitragszahIung

 

 

Jedes Jahr werden in Deutschland tausende ausländische Arbeitskräfte beschäftigt. Aber auch deutsche Firmen werden im Ausland tätig und setzen dort ihre Mitarbeiter ein. Hinzu kommen die Grenzgänger, die täglich von ihrem grenznahen Wohnort in den Nachbarstaat pendeln, um dort zu arbeiten. Bei all diesen grenzüberschreitenden Beschäftigungen gilt: Es sind sozialrechtliche Besonderheiten zu beachten.

Nur ein Sozialsystem ist zuständig

Innerhalb der EU sind für Erwerbstätige grundsätzlich nur die Sozialgesetze eines EU-Staates anzuwenden – in der Regel die des Landes, in dem der Arbeitnehmer tätig ist. Dies gilt auch für Grenzgänger. Anders sieht es aus, wenn ein Arbeitnehmer nur kurzfristig in einem anderen Staat arbeitet. Entsendet beispielsweise ein deutsches Unternehmen seine Arbeitnehmer für Auslandsaufträge, müssten eigentlich in Deutschland und im Ausland Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden.

Doch das ist mit der sogenannten A1-Bescheinigung vermeidbar. Diese bescheinigt, welches Sozialsystem bei einer Entsendung innerhalb der EU, des EWR oder in die Schweiz zuständig ist. So können bei einer von vornherein auf maximal 24 Monate befristeten Entsendung weiterhin allein die deutschen Rechtsvorschriften gelten. Gleiches gilt im umgekehrten Fall für ausländische Arbeitnehmer, die nach Deutschland entsendet werden.

Hinweis

Die A1-Bescheinigung ist bei der Krankenkasse zu beantragen, bei der der Entsendete versichert ist.

Stärkere Kontrollen ab 2019

Arbeitgeber benötigen die A1-Bescheinigung, um bei Sozialversicherungsprüfungen nachweisen zu können, dass sie Sozialbeiträge korrekt entrichtet haben. Dies gilt insbesondere für Prüfungen der ausländischen Sozialbehörden. Ab 2019 soll verstärkt kontrolliert werden, ob eine A1-Bescheinigung vorliegt. Anderenfalls drohen Verwarnungsgelder. Wichtig zu wissen: Selbst tage- oder gar stundenweise dienstliche Aufenthalte im Ausland gelten als Entsendung. Demnach muss der Arbeitgeber auch bei kurzen Dienstreisen, Messebesuchen und Seminarveranstaltungen im Ausland für seine Mitarbeiter A1-Bescheinigungen beantragen.

Elektronische Antragstellung wird Pflicht

Bereits seit 2018 können A1-Bescheinigungen über die Lohnabrechnungsprogramme beantragt werden. Ab 1. Januar 2019 soll das elektronische Verfahren für Arbeitgeber verpflichtend werden. Die Papierform kann ausnahmsweise nur noch bis zum 30. Juni 2019 genutzt werden.

(Stand: 21.12.2018)

 

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